Jahr 2011

Konzert mit großer Bandbreite

Obersulm - Black and White - wofür steht dieser Name bei einem Konzert? Moderator Stephan Müller ließ das Publikum in der alten Affaltracher Sporthalle zunächst raten. Um dann aufzuklären, dass der Chor damit symbolisieren wolle, dass die Texte etwa zur Hälfte in Englisch und Deutsch seien. "Und natürlich hat das auch unsere Kleiderauswahl vereinfacht", gestand er mit charmantem Lächeln.

Viel wichtiger für die hohe Qualität des Konzerts waren jedoch die tollen Stimmen, die fantasievollen Ideen von Dirigent Johannes Mittl und die perfekten Choreographien. Der bunte  Melodienstrauß reichte von a cappella aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Schon der Auftakt war Programm: "Let me entertain you" intonierten  die neun Sängerinnen und sieben Sänger und ließen beste musikalische Unterhaltung folgen. Mal gab es Erinnerungen an Miles Davis, mal folgten sie den Spuren von Stevie Wonder. Und natürlich wurden auch Superhits von Abba in den Cocktail gemixt. Vor allem die Kinder unter den Zuhörern freuten sich, als nach dem Song "Money, money" Schokotaler ins Publikum flogen. Mit der vorsichtigen Frage "Sind Zahnärzte im Publikum?" leitete Müller über zum "Zahnarztsong". Den eventuell im Auditorium  anwesenden Berufsvertretern versprach er die Rückerstattung des  Eintrittspreises, falls sie mit dem Text vom "Sado in Weiß" nicht  einverstanden wären.

Ein wahres musikalisches Bonbon war der Kriminaltango, den die Männer des Chores in bestem Hazy-Osterwald-Stil interpretierten. Ein Solo der Damenstimmen folgte mit dem Titel "Engel", den Müller mit ein bisschen DDR-Geschichte der Band Rammstein anmoderierte.

Noch interessanter die Erläuterungen zum Schlagerklassiker  "Wochenend und Sonnenschein": Das "Wohlfühllied" der Comedian Harmonists schaffte nämlich den "Sprung über den großen Teich", wurde dort zum Lieblingslied von Präsident Franklin D. Roosevelt und ist noch heute die inoffizielle Hymne der amerikanischen Demokraten. Frei von  politischen Ambitionen interpretierten es die Frauenstimmen mit so viel Lebensfreude auf der Bühne, dass sich unwillkürlich ein Lächeln auf die Zuhörer legte und sie begeistert im Rhythmus mit wippten.

Eine Premiere wagte Harmony on Air mit dem Sprung in Richtung Punk. Allerdings war der Song "Alles aus Liebe" von den Toten Hosen eine  Swingvariante, die Mittl Harmony-gerecht auf den Chor übertragen hatte.

Tosender Applaus nach dem offiziellen letzten Titel sorgte natürlich dafür, dass die Sänger noch mehrere Zugaben bringen mussten.  Standesgemäß bedankten sie sich beispielsweise mit "Vielen Dank für die  Blumen" oder dem gefühlvollen "For all we know". Ein Extra- Applaus ging an die Chorsolisten Andy Müller und Ute Seitz sowie an Wolfgang Ulbrich  am Schlagzeug und Thilo Mayer am E-Bass. "Es ist zwar ein kleiner Chor,  aber man kann sehr differenziert arbeiten", charakterisierte Johannes  Mittl sein Ensemble, das er seit 2007 dirigiert.

Ein Lob kam auch aus der Nachbarschaft. "Es ist wahnsinnig, wie exakt und sauber sie singen", lobte Sabine Kurz vom Bretzfelder Gospelchor  "Sounds of Joy".

Text & Bild: Karin Freudenberger /

Artikel aus Heilbronner Stimme - 14.11.2011

Harmony on Air  -  Schwarz und Weiß

„Black and White“ sind nicht nur die Tasten am Flügel oder das Schlagzeug auf der Bühne der Affaltracher Gemeindehalle, auch die Dekoration besteht aus weißen Blumen auf schwarzem Grund. Der Vorsitzende von Harmony on Air und Moderator des Abends Stephan Müller gibt gleich nach dem Auftraktlied „Let Me Entertain You“ die Frage ins Publikum: „Was bedeutet der Titel des Konzerts?“ Die Kleidung ist das augenscheinlichste Element dabei: die Sängerinnen und Sänger sind in Schwarz und Weiß gekleidet. Der tiefere Sinn hingegen liegt in der Auswahl der Stücke – der Chor singt deutsche und englische Lieder von Freud und Leid, nachdem sie die letzten Konzerte fast ausschliesslich in englischer Sprache aufführten.

Verantwortlich für die sehr gute Qualität es Konzerts waren die schönen Stimmlagen, die witzigen Ideen des Dirigenten und Klavierbegleiters Johannes Mittl und die schwungvollen Choreografien. Der buntgemixte Melodienstrauß reichte von Hazy Osterwalds „Kriminaltango“ aus den 50er Jahren, den die Männerstimmen alleine bestritten, bis zu Coldplays „Viva la Vida“ aus neuester Zeit. Abba, Gershwin, Rammstein, Udo Jürgens oder Celine Dion – die neun Sängerinnen und sieben Sänger boten beste musikalische Unterhaltung aus vielfältigen Stilrichtungen. Vor allem die Kinder im Saal erfreute Abbas „Money, Money“, den am Schluss des Lieds hagelte es Schokoladentaler ins Publikum. Auch der „Zahnarzt“, alias Sado in Weiß, wurde besungen. „Falls Dentisten unter den Zuhörern sind, mögen sie sich bitte melden, sie bekommen ihr Eintrittsgeld zurück“. Das Wohlfühllied der Comedian Harmonists „Wochenend und Sonnenschein“ interpretierten gutgelaunt die Chordamen. „Auf Wiedersehn Herr Doktor“ oder der auf Swing getrimmte Punk der Toten Hosen „Alles aus Liebe“ brachten zusätzliche Farbtupfer in das musikalische Gemälde, dass so gar nicht nur schwarz-weiß daherkam. Vor den Zugaben erhielten Wolfgang Ulbrich am Schlagzeug, Thilo Mayer als E-Gitarrist und die Chorsolisten Ute Seitz und Andy Müller einen verdienten Extraapplaus. Wer Harmony on Air mit einem jahreszeitlichen Programm hören möchte, dem seien die beiden Weihnachtskonzerte am 04. Dezember in der Wichernkirche in Heilbronn oder am 17. Dezember in der evangelischen Kirche in Pfedelbach an Herz gelegt.   

Text: HB Helmut Balle / Bilder: F. Vollmer

Artikel aus Sultal.de Ausgabe 46 – 17.11.2011

Begeisterung um Harmony on Air beim „Black & White“ - Konzert in Affaltrach

Chapeau Johannes Mittl und Chor

„Hut ab“ Harmony on Air. Am liebsten hätte man den Chor nicht mehr von der Bühne gehen lassen wollen. Über zwei Stunden lang begeisterten 16 Chromitlgieder um ihren musikalischen Gesamtleiter Johannes Mittl in der Affaltracher Gemeindehalle.

Sein Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm aus unterschiedlichsten Musikstücken zu unterhalten, das hatte der Chor für sich zur Aufgabe gemacht. Nach Konzertende kam die Bestätigung von über 200 begeisterten Zuhörern, dass dies mehr als gelungen war. Weißes Hemd, schwarzer Anzug, weiße Schuhe. Chorleiter Johannes Mittl betrat mit passendem Outfit zum Motto „Black & White“ die Bühne. Mittl griff in die schwarz-weißen Tasten seines E-Klaviers und erwartete seinen Chor. „Let me entertain you“ versprach Harmony on Air und eröffneten mit dem Robbie-Williams-Titel den Abend. 20 Titel sollten noch folgen. Immer wieder im Wechsel mit deutschsprachigen und englischen Liedtiteln verstand es der Chor sein Publikum mit leisen aber auch kraftvollen Stimmen zu begeistern. „Take a chance on me“, nach gern gehörtem Abba-Liedtitel aus dem Jahre 1977 prästentierte sich der Chor humorvoll-witzig mit der beruflichen Empfehlung der Mama „Sohn Du wirst Zahnarzt“. Klavierspiel von Johannes Mittl leitete die einfühlsam gelungene Ballade „My Funny Valentine“ aus dem Broadway-Musical „Babes in Arms“ ein. Ein „Männer-Only-Stück“ wurde von Vereinsboss Stephan Müller angekündigt, der als Moderator durch den Konzertabend führte. Sieben Herren sorgten auf der Bühne beim „Kriminaltango“ für spannende Momente. Da applaudierte selbst Johannes Mittl begeistert an die Sänger. Mit dem Liedtitel „Engel“ von der deutschen Rockband Rammstein setzten die Sängerinnen des Chores mit ein Highlight des Abends. „Auf Wiedersehn Herr Doktor“, nach einem beschwingten Rückblick in die 30er-Jahre setzte der Chor mit dem Coldplay Hit „Viva la vida – Es lebe das Leben“ mit Choreografie und Gesang ein weiteres Glanzlicht.

Auch nach der Pause reihten sich gut ausgewählte Musiktitel nahtlos aneinander. „Ich war noch niemals in New York“, mit dem Udo-Jürgens-Liedtitel belegte Harmony on Air beim „SWR4 Chor Duell“ unter 50 Chören Platz drei. „Vielen Dank für die Blumen“ und noch ein Liedchen an das Publikum, das „Black & White“-Konzert neigte sich dem Ende zu.

Begeisterter Applaus des Publikums belohne Harmony on Air, Chorleiter Johannes Mittl, die Gesangssolisten Andreas Müller und Ute Seitz, Thilo Mayer an der E-Gitarre und Schlagzeuger Wolfgang Ulbrich, der kurzfristig für diesen Abend eingesprungen war. Chorleiter Johannes Mittl nach dem Konzert: „Ich bin sehr zufrieden. Der Chor hat meine Erwartungen weit übertroffen“. Peter Kungl, aktiver Sänger von Coro Allegro in Weinsberg meinte: „Harmony on Air ist, wie es der Name schon sagt, Harmonie. Eine ganz große Leistung des Chores“. Begeistert vom Konzertabend war auch Brigitte Zipf aus Löwenstein. „Das war super, einfach wunderschön“.

Text & Bild kre / Roland Kress

Artikel aus Sulmtaler >Woche< Nr. 46 – 16.11.2011

Wenn Notenblätter wie Flocken fallen

Mit einem bunten Mix aus Jazz, Rock, Pop und Gospel präsentierte sich der Chor Harmony on Air beim Weihnachtskonzert in der evangelischen Kirche in Ellhofen. Dabei bot der Chor einen unterhaltsamen Querschnitt durch Epochen und Musikstile und zeigte seine große Vielseitigkeit auf.

“Wir haben Ihnen ein buntes Programm an Liedtiteln mitgebracht”, so begrüßte Stephan Müller, Vorsitzender des Chores und Moderator des Konzertabends die Gäste.
Unter der musikalischen Leitung von Johannes Mittl am Klavier ließen die Sänger gern gehörte Weihnachtslieder, Gospels und Balladen folgen.

“Follow that star - folge dem Stern”, war der Beginn des 80-minütigen Konzertabends, dem der Chor noch 20 Liedtiteln folgen ließ. Nach bekannten Gospels wie “Oh when the saints”, “Nobody knows” und “Go down Moses” entführte der Chor mit einem fröhlichen “Let it snow” die Zuhörer auch im Kirchensaal in eine weiße Winterwelt.

Da kam das Markenzeichen des Dirigenten Johannes Mittl gerade recht, der die nicht mehr benötigten Notenblätter unter dem Schmunzeln mancher Zuhörer wie große Schneeflocken zu Boden fallen ließ. Mit positiver Ausstrahlung brachte der Chor seine Freude am Gesang im Gotteshaus herüber. Bei “Uns ist ein Kindlein heut’ gebor’n”, machten klare Stimmen das Lied zum Hörgenuss. So mancher Zuhörer schloss dabei die Augen und genoss den Gesang.

Bei “Amen” brachte der Dirigent selbst seine Solostimme mit ein, während die Zuhörer zum Rhythmus der Melodie begeistert in die Hände klatschten, um anschließend noch drei Zugaben zu hören. “Noch ein Stück, danach können wir nichts mehr”, meinte ein schmunzelnder Dirigent Johannes Mittl und wünschte dem Publikum schon einmal ein frohes Weihnachtsfest. Der Abend mit Harmony on Air neigte sich dem Ende zu. Solosimmen von Sandra Mayer und Andreas Müller, der wie Anja Munz auch mit einem Saxophon-Solo überzeugte, sowie Sarah Rühle und Claudia Fischeran der Violine sorgten mit für den beeindruckenden Konzertabend.

Elke Hagner aus Ellhofen sagte nach dem Konzert: “Der Chor hat eine gute Liedauswahl getroffen und es hat Freude gemacht diese Stimmen zu hören.” Harmony on Air-Chef Stephan Müller zeigte sich von der guten Akustik des Kichensaals beeindruckt. “Es hat Spaß gemacht hier zu singen und wir würden gerne wieder einmal zu einem Konzert in dieser Kirche kommen”.

Text und Bild: kre / Roland Kress

Artikel aus Sulmtaler Woche Nr. 02 / 12.01.2011